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The Ende

Samstag, 10.04.2004

Der hypothetischer BusinessCase HolidayBlogPortal und das reale Ferienblog

Das Holidayblogportal wurde angesichts der von OrangeMedia aktuell 9200 aktiv bloggenden deutschsprachigen oder in Deutschland gehosteten englischsprachigen Personen als eher hypothetisch bezeichnet.

Also es ist nicht "eher" es ist schlicht hypothetisch. Es ist ein Brainstorming auf einer realistischen Grundlage und fundierten Annahmen.

Zunächst einmal die Basis:
Aktuell ist die Blogosphere noch eine nette kleine heile familiäre Welt und man findet schnell ein paar lesenswerte Beiträge und der Spass an der Sache ist unverkennbar. Die Welten der Teeny-Blogger und der Grownup-Blogger sind relativ sauber getrennt und tun sich nicht weh. Jede der Zielgruppen führt mit den entsprechenden Interessenslagen und Sprachgewohnheiten an ihren Orten ihre Gespräche.

Sobald Leser von Blogs in das Gespräch mit eigenen Blogs eingestiegen sind, merken sie, dass das Niveau der Gespräche sehr hoch ist. Bei Nico Lumma in seiner Rückschau auf ContentBiz wurde die fehlende düstere Prognose moniert.

Und wir leiten über ...
Blog-Lese- und Schreib-Reflex ist bei allen Bloggern im Bereich Spassfaktor angesiedelt und zwar auch dann, wenn Sie über Business bloggen und es ein Lernprozess ist.

Urlaub ist Spass.
Edutainment basiert auf der Grundlage, dass Eustress - also Spass - zu besseren Ergebnissen und Lernerfolgen führt.
Schon seit den Höhlenmalern haben sich Menschen im öffentlichen Raum ausgedrückt.

Warum sollte ein Tui oder Thomas Cook und wie sie alle heißen heute schon damit anfangen, wo die Zahl der Blogger zeigt, dass hierfür noch kein Markt existiert?

1. Noch können die vorhandenen Blogger mit gutem Beispiel vorangehen.
2. Auch mit Hype wird es eine Adaptionsphase geben.
3. Reisen ist keine rein Deutsche Angelegenheit
4. Bei dem Bildungsniveau kann man Englisch voraussetzen
5. Die Vorlaufzeit für authentische Berichte aus relevanten Zielgebieten

Nico Lumma monierte die hohe Einstiegshürde und bezieht sich auf die häusliche Erfahrung: er quengelte seine Frau ins Bloggen hinein.

Statt nun die Welt in die Blogwelt hineinzuquengeln - Blogger quält eure Freunde, Verwandte und andere Tiere in das Medium hinein ;o) ... macht es dann doch mehr Sinn mit denen etwas aufzubauen, die darin eine Passion haben.

Zum Beispiel Burr und Natalie Settles und paralell eben auch mit solchen Dingen wie Joi Itos Wikiseite zur First International Moblogging Conference.

Und wie die letzte Seite zeigt: eines sollte man auch immer im Kopf behalten, Weblogs sind nicht die einzig seeligmachende Publikationsform, aber sie ergänzen in der Aktualität und Journalhaftigkeit die Reisebranche um ein fantastisches Medium, die Zielgebiete vertrauter zu machen.

Weblogs helfen bei der Klärung folgender Fragen sehr zeitnah:
Kann ich dort hinreisen?
Was erwartet mich in meinem Zielgebiet?
Welche Erfahrungen machten meine Landsleute?

Je mehr authentisch erzählen und fotografieren, desto realistischer wird das Bild und zumindest von meinen Reisen kann ich sagen, dass sie überwiegend Spass und gutes Edutainment waren.

Kommentare

Um ehrlich zu sein, irgendwie verstehe ich nicht was das mit Bloggen zu tun hat.

Das Web ist bereits voll mit Reiseberichten, die sehr aktiv fuer Reiseplanungen benutzt werden. Ich kenne mehrere "Portale" fuer Reiseberichte, wo man massenhaft persoenliche Berichte verschiedenster Qualitaet finden kann. Der Vorteil dabei ist dass sie sich eben auf die Reiseberichte konzentrieren und nicht Teil oder Unterkategorie eines Weblogs sind. Ich mache beides: Ich habe ein Weblog auf dem ich auch meine Reisen erwaehne, diese linken jedoch immer zu einer anderen Site auf denen ich die Reiseberichte veroeffentliche. Und gerade dort bekomme ich die meisten Besucher die Informationen fuer eine Reise suchen (und laut Feedback dort auch finden).

Ich kann bis jetzt nicht erkennen welchen Vorteil Weblogs hier bringen sollen und/oder was sie erreichen sollen das nicht durch all die bereits bestehenden Reiseberichte und Reiseseiten abgedeckt ist.

Was habe ich jetzt nicht verstanden?

Authentischer Vernetzter Schneller Aktueller ... das was Weblogs auch in anderen Bereichen an Vorteilen bringen.

Die Tatsache, dass in Blogs Memes erkennbar und auswertbar sind.

Ansonsten ist es NICHT das einzige Mittel. Sollte auch so nicht rüberkommen es ist eine Ergänzung.

Hätte das Thema Wikis geheißen hätte ich genauso ein gutes Business-Modell für diese Software erdacht. Dann wäre aber nicht der Reisende (rasende mobloggende Tourist) im Fordergrund gestanden, sonder eher die Routenplanung mit schnell aktualisierten und User-korrigierten Inhalten im Vordergrund gestanden.

In der Konzeption eines Modells kann ich die Tauglichkeit eines Instrumentes betrachten, wie wir dies taten oder von der Anforderung aus die Tools suchen. Je nach dem wie der Rahmen gesetzt ist. Der Rahmen hieß Weblogs im Business ... und in einem solchen Rahmen in einem early adopter feld ist meiner Ansicht nach eine frei Assoziation sinnvoll und wertschöpfend. ;o) Es ist immer nur die Frage wie eng und einseitig bzw. wie weit und differenziert ich etwas betrachte.

Blogs haben ihre Stärke in der Erzählung und im miteinander sich austauschen.

Weswegen mir der Urlauber vom letzten Jahr auch wichtig im Vortrag war, so dass er über eine rote Kappe einen besonderen Platz erhielt. ;o)

Ich kenne viele, die einen Urlaubsort deswegen aufsuchten, weil Ihnen Freunde erzählten, dass dieses oder jenes Ziel besonders klasse war. Verstreute diffuse Websites leisten die Empfehlung nicht in diesem Maße, was ich allerdings einem Blog durchaus zutraue, dass es das schafft.

Authentischer? Wieso sollen Blogs authetischer sein als andere persoenliche Reiseberichte? Da glaube ich nicht dran.

Vernetzter? Moechte ich auch bezweifeln. Ich kenne genuegend Reiseberichte die in verschiedenen Webringen zusammengeschlossen sind, sich gegenseitig verlinken etc. Da werden die Gegenden in damit verbundenen Foren diskutiert, eventuell reisen die Leute sogar zusammen. Ich moechte bald behaupten die Leute dort sind viel vernetzter was eine bestimmte Gegend angeht als ein Haufen Blogger.

Schneller, aktueller. Gut, mag sein. Nur muss ich das Weblog von dem der gerade an dem bestimmten Ort war erst einmal aus den Millionen von Blogs herausfiltern... Oder soll das entsprechende Blog vom Tourismusverband der jeweiligen Region betrieben werden? Dann kommt fuer mich ganz schnell der Verdacht der Parteilichkeit auf, womit der Vorteil der Glaubwuerdigkeit ganz schnell floeten geht.

Memes erkennbar. Gut, das mag sein.

Wieso Blogs allerdings ihre Staerke in der Erzaehlung haben wird mir nicht klar. Was erzaehlen Blogs anders als "traditionelle" Reiseberichte? Sind Blogs nicht oft eher sogar kuerzer und oberflaechlicher? Waehrend Reiseberichte sich Zeit nehmen fuer eine Geschichte?

Das Austauschen vielleicht, aber findet der Austausch wirklich so stark statt? Und vor allem welcher Austausch? Das wuerde voraussetzen dass jemand der einen Eintrag liest auch den Ort besucht hat den ich besuche. Das mag fuer Standardziele vielleicht noch zutreffen, bei vielen meiner Urlaubsziele schon nicht mehr. Da kann der Austausch dann schon eher bei traditionellen Reiseberichten passieren, da sich dort oft gleichgesinnte zusammentun. Ich habe schon sehr oft Hinweise zu Reisezielen von Leuten bekommen die meine Reiseberichte gelesen haben, jedoch ausser "Oh, da muss ich auch mal hin" praktisch keine zu meinen Blogeintraegen.

Die Empfehlung durch Freunde ist natuerlich extrem wichtig, aber auch hier sehe ich nicht unbedingt den Vorteil des Blogs: Ob meine Freunde und Bekannten bei meinen Reiseberichten lesen wie toll es irgendwo ist oder in meinem Blog, da sehe ich keine Unterschied. Eher sogar andersherum: Viele meiner Kollegen wissen von meinen Schottlandreisen und haben mich nach meinen Reiseberichten gefragt. Nach meinem Blog fragt mich von denen aber praktisch keiner. Ein Blog kann vielleicht noch andere erreichen, die ein Blog lesen und dort auf etwas interessantes stossen. Aber ob der Einfluss so gross ist?

Fast alles nur Zweifel, aber irgendwer muss ja hinterfragen ;-)

Trackback: Konferenz über Business Blogging am 09.04.04 in München auf der Veranstaltung von FMWI gewesen: "Business Weblogs: Wie sehen die Geschäftsmodelle aus?". Erster Vortragende war Nico Lumma von Orangemedia (blogg.de Betreiber). Es ging für die DAU's um eine Einführung in die Blogwelt. Al...

Sicher nicht alle. Aber die Mehrheit ist authentischer. Der Stil wie Beiträge in Weblogs verfasst werden ist häufig spontaner, weniger durchdacht und damit weniger redigiert ... ergo authentischer.

Bei der Vorbereitung ging ich über einige Reiseberichte und entdeckte wenig Links nach aussen. Es waren eigene Bilder und eigene Berichte, fertig. Nicht alle aber überwiegend.

Logisch der Verband, das Hotel und auch die redaktionelle Empfehlung eines Portals wird gefärbt sein. Entscheidend bleibt, wer schreibt und die Tatsache, dass unmittelbar kommentiert werden kann. Somit relativiert sich das ganze. Am einzelnen Blog werde ich den Maßstab Wahrhaftigkeit und Authentizität nicht immer anlegen dürfen, den statistischen Mittelwert werte ich höher ein, als bei statischen Seiten die keine Kommentarfunktion haben und die ich mit einem WYSIWYG-Editor in aller Ruhe erstelle.

Ich lese in Blogs sehr viele Beiträge, die erzählen. Die Nebensächlichkeit steht neben dem Wesentlichen. In Webseiten mit Erzählungen sind die Nebensächlichkeiten i.R. nicht enthalten.

Foren sind gut, aber ihnen fehlt der Touch des persönlichen. Mein Blog mein Stil ... in Foren passe ich mich einer Gruppe stärker an. Aber noch einmal einen Vergleich habe ich nicht gezogen, als Verabredungstool würde ich ein Forum empfehlen. Gruppenreisen über Weblogs organisieren ginge sicherlich auch. Ich halte auch Wikis in Bezug auf Reiseportale für äußerst spannend, aber das war nicht unser Blick in dem Vortrag.

Ich habe auch bewußt nicht von dem Reisebericht gesprochen, wobei ich allerdings es durchaus für denkbar halte, ein Buch über einen Reisebericht zunächst über ein Weblog das reisebegleitend erstellt wird zu promoten. Das Buch das anschließend publiziert wird, erhält eine zusätzliche Dimension und wird sich grundlegend in der Gestaltung und Formulierung unterscheiden, denn dann hat eine Bildredaktion und ein Lektor mitgearbeitet.

Dass es aktuell mehr weiße Flecken gibt ist mir durchaus bewußt. Das sehe ich aktuell eher als Vorteil, denn als Nachteil aus Vermarktersicht.

Blogs ergänzen - Blogs ersetzen nicht: ob Buch oder Website

Ich betrachte meine Verbindungen, die ich via Blog halte, als eine Beziehung und meist entwickle ich eine Verbundenheit mit den Autoren, die ich regelmäßig lese. Das mag noch kein Freundschaft sein aber in manchen Fällen kommt es der Sache schon recht Nahe. Insbesondere wenn man die Beziehungsqualität von guten Bekannten und Nachbarn damit vergleicht.

Reiseblogs sind eher die Ausnahme als Regel, u.a. weil die wenigsten ihren Laptop dabei haben und Mobloggen noch nicht den Markt durchdrungen hat. Setze ich mich erst nach der Reise hin und arbeite eine Reisebericht aus, dann ist das nicht wirklich bloggen, zumindest meinem Verständnis nach nicht.

Trackback: Content-Bizz zu Business Weblogs Bereits am Gründonnerstag veranstaltete der FIWM eine Diskussionsrunde im Rahmen der ?Netzblicke? und des ?Content-Bizz? zum Thema ?Business-Weblogs ? wie sehen die Geschäftsmodelle aus?? Beteiligt war auch das Law-Blog. Den Anfang der Vortragenden machte...

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